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Leben im Konjunktiv - ein Rap-Gedicht

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Leben im Konjunktiv ~ Ina Broich Ach, ich hätt´so gern... doch es liegt so fern. Was würd´ich doch... gäb es noch. Könnt´ich nicht, ist außer Sicht. Ich wünscht, ich wollt, hätt´ich doch gesollt? Gelebter Konjuntiv, ungehört, was wirklich rief. Nicht gewagt, verzagt. Erhofft, doch nie getan, geträumt, versäumt. Des Nachts ersehnt, des Tags verfehmt. Gerannt mit dem Strom, von Quelle bis zum Meer, ja, es ist schwer, stets mit Gegenwehr, ist der eig´ne Weg verbunden, und verschwunden ist der Konjunktiv, wenn Du entscheidest: Indikativ, ist meines! Kein „hätte“ mehr, kein „könnte“, „sollte“, denn wer wollte, kann es tun!

Der Kritiker

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Der Kritiker ~ Ina Broich Morgens wenn Du aufstehst, schaut er schon um die Ecke, macht dich zur Schnecke. Dein Selbstbewusstsein so klein, die inneren Stimmen schrei´n. Von morgens bis abends gibst Du ihnen Raum, hörst and´re Worte kaum, wenn sie Dir sagen: „Du bist gut so, wie Du bist.“ Hörst nur noch deine eig´nen Fragen: „Wie seh´ ich aus? Bin ich ein Augenschmaus?“ Du tust alles Männern zu gefallen, die platinierten Haare wallen. Konservierte Schönheit in Plastik-phantastik! Alles geliftet bis auf dein Hirn! Wann hast Du aufgehört ihm zu bieten die Stirn? Dem Kritiker, den inn´ren Stimmen, ließt sie gewinnen! Ernährst dich rein visuell, warst potenziell intellektuell. Du bist hübsch, doch wenn ich es wage und nach Dir fasse, ist es die Masse an Plastik in deinem Körper vor der´s mir gruselt. Deine Haut fuselt und bei deiner Miene wird’s mir Angst und Bange, denn nur mit Zange, nicht aus eig´ner Kraft, brächt...